Zur Lage der Person

Mir fehlt mal wieder die Konzentration zum schreiben. Eigentlich müsste ich mal wieder mehrere Stunden hier sitzen und nichts anderes tun als zu schreiben, aber es gelingt mir nicht. So kommen dann meistens sinnlose, unzusammenhängende Texte zustande, die nur um ihrer selbst wegen entstehen.

Und jetzt ist es wieder einmal vier Uhr in der Früh, mir ist kalt und ich kann nicht mehr einschlafen. Wahrscheinlich bin auch ich wieder zu zeitig schlafen gegangen, weil der Fastentag heute sehr schwierig war. Ich habe wohl vergessen zum Frühstück mein Eiweiß zu trinken und auch über Tag nichts Warmes, also keinerlei Tee oder Kaffee zu mir genommen. In diesen Fällen wird das Hungergefühl bei mir dann sehr schlimm.

Immerhin darf ich dann um fünf Uhr frühstücken und danach wird sich zeigen was der Tag für mich bereithält.

Kommen wir mal zum Positiven oder “was aktuell sehr gut klappt”. Ich mache wieder regelmäßig Sport und meine Sprachlektionen in Französisch und auch der Schlafrythmus hat sich, bis gestern, gut eingependelt.

Was nicht wirklich gut klappt ist wieder mal die Ernährung. Ich faste aktuell rund 20 Stunden am Tag und habe dann vier Stunden Zeit zu essen. Theoretisch jedenfalls. Leider klappt das nicht. In den vier Stunden, in denen ich essen darf, esse ich meistens zu viele Kalorien, weil sich mein Körper einbildet, dass er gerne mehr Kohlenhydrate haben will und ich gebe dem nach. Auch das tägliche schreiben fällt mir unglaublich schwer. Vielleicht liegt es daran, dass ich absolut nichts mehr zu sagen habe. Darüber sollte ich nachdenken.

Veröffentlicht unter Allgemeines, General | Kommentar hinterlassen

Ein Reisebericht #1

Kaum hat man Braunschweig gen Osten verlassen, steht man auch schon fast mit einem Bein in der ehemaligen DDR. Wie gerne hätte ich diese Reise vor dem Fall der Mauer mal gemacht oder zumindest kurz danach. Heute zeugt nur wenig vom ehemaligen sozialistischen Nachbarstaat. Einzig stark verfallene Gebäude an der Strecke oder kaum noch lesbare Schriftzüge erinnern etwas an die Zeit vor rund 25 Jahren.

Der Magdeburger Bahnhof sieht nicht großartig anders aus, als der Bahnhof in Nürnberg, in Mannheim oder in Bremen, auch wenn jeder Bahnhof irgendein Alleinstellungsmerkmal aufweist, so bleiben die meisten doch ein Konstrukt aus Läden, Bahnsteigen, Schienen, Zügen und einem Ortsnamen, manchmal etwas moderner oder frisch saniert, manchmal eben wie seit Dekaden nicht verändert. In Magdeburg erinnert immerhin die Umgebung noch an die DDR. Die typischen Ostbauten wirken in Verbindung mit einem mindestens ebenso alten Intercitywaggon schon ein bißchen wie eine Zeitreise.

Magdeburg selbst wurde nämlich im 2.Weltkrieg, wie viele andere Städte in Deutschland, stark von Bombenangriffen in Mitleidenschaft gezogen. Die DDR ließ aus Kostengründen einen Großteil der noch teilweise erhaltenen Gebäude abreissen und nur wenige, wertvolle, wiederaufbauen. Entsprechend sieht man der Stadt ihre lange Geschichte nicht mehr so wirklich an, da ein Großteil aus typischer DDR Architektur besteht. Vom Bahnhof aus erinnert aber noch einiges an die eigentliche Vergangenheit der Stadt als eines der ältesten Industriezentren in Deutschland und dem Standort der DDR Schwerindustrie.

Gen Westen wird die Landschaft sehr unspektakulär, die aufgehende Sonne strahlt über die weiten Felder und sehr kleinen Wäldchen abseits der Bahnstrecke. Schönebeck, ein Ort irgendwo im Nirgendwo zwischen Magedburg und Halle, scheint in einer Zeitblase gefangen zu sein. Einzig das Fehlen von Trabant und Wartburg und die Anwesenheit von Opels, VWs, Fords und anderen großen Automarken, macht einem bewußt, dass wir noch in Deutschland im Jahre 2015 sind. Was ich bis dato nicht wußte und jetzt erst aufgrund der Recherche für diesen Beitrag entdeckt habe ist, dass Schönebeck ein Außenlager des KZ Buchenwalds beherbergte, wo für die Junkerswerke und die V2 von Zwangsarbeitern Teile gefertigt wurden. Nach dem Krieg gab es hier zwei Lager für Vertriebene von denen sich etwa 17.000 in der Umgebung niederliessen.

Heute wirkt Schönebeck auf mich ziemlich verschlafen, die Bahnstrecke offenbart außer einem nagelneuen Hagebau und einer neuen Unterführung hauptsächlich halbverfallene Gebäude.
Die Bäume neben der Strecke sind immerhin reich an Misteln und Miraculix hätte ebenso reichlich Grund zur Freude. Zusätzlich prägen Windräder das Bild der Landschaft, die sonst tatsächlich wenig zu bieten hat.

Und wenn man denkt es ginge immer so weiter, braust man an Köthen vorbei. Köthen, die sogenannte Welthauptstadt der Homöopathie – irgendwas muss man ja im Titel führen. Dabei böte Köthen so viel bessere Geschichte, als diese Zauberkunst und Hexenwerk, zum Beispiel ihre Nähe zur fruchtbringenden Gesellschaft oder das Wirken Johann-Sebastian Bachs.

Mit etwas Glück erreichten wir, nach weiteren Windrädern, Feldern, Windrädern auf Feldern, Feldern mit Windrädern und vielen weiteren Windrätern, dann doch noch Halle.

Ende des Berichts.

Veröffentlicht unter Allgemeines, General | Kommentar hinterlassen

Bauarbeiten

Da wacht man morgens um halb fünf auf, weil man einen Wecker hört, was schlimm genug ist, speziell wenn es nicht der eigene ist. Man überlegt sich dann, ob man irrtümlich den eigenen Wecker gestellt hat und sobald man dann den ersten halbwegs klaren Gedanken fassen kann, wird einem bewußt, dass der eigene Wecker ganz anders piept.
In diesem Moment war es aber schon zu spät um weiter nachzudenken, weil ein kurzer, aber dafür umso intensiverer Schmerz in der Wade die Aufwachphase massiv beschleunigte. Ein Wadenkrampf, morgens um halb fünf. Danach war ich wach. Auch wenn gerade mal vier Stunden seit dem ins Bett fallen vergangen waren. Da um sieben Uhr bereits die Handwerker klingeln sollten, bin ich dann auch aufgestanden. Kann ja ein schöner Scheisstag werden.
Die Handwerker sind immerhin sehr pünktlich und haben auch direkt begonnen die Fenster aus ihren Rahmen zu schlagen. Irgendwas scheint auch geflext, gebohrt oder anderweitig mit einem elektrischen Mordwerkzeug für Fenster gemacht zu werden. Ich sehe davon leider nichts, weil ich in meinem Arbeitszimmer eingeschlossen bin und auf die Katzen aufpasse. Sobald die anderen Räume dann fertig sind, dürfen die Katzen umziehen und ich auch wieder aus meinem Gefängnis raus.
Angeblich sind sie bis 17 Uhr fertig. Ich lasse mich überraschen.

Veröffentlicht unter Allgemeines, General | Kommentar hinterlassen

Blutmond

Unglaublich tolle Sache so ein Blutmond. Leider auch sehr selten. Da ich ja sonst nichts vorhatte, bin ich natürlich mitten in der Nacht aufgestanden und ein Stück in den Hunsrück gefahren. Fernab der Zivilisation ist das gleich noch mal eindrucksvoller und die Nacht um ein Vielfaches dunkler.
Die Fahrerei durch die Nacht ist zwar nicht so meines, aber die Rehe scheinen dieses Jahr nicht so selbstmörderisch veranlagt zu sein wie im letzten und keines hat auch nur versucht mir vors Auto zu springen. Entsprechend schnell war ich an meinem Ziel und hatte viele abgeerntete Felder um mich rum und natürlich viel Wald. Beste Voraussetzungen um den Mond in Ruhe anzuschauen.
Als der Mond dann langsam seine Farbe auf rot wechselte, wurde es entsprechend finster um mich herum. Man konnte die Milchstraße sehen, mehrere Sternschnuppen und natürlich einen wundervoll roten, riesigen Mond, der mir sehr plastisch vorkam.
Normalerweise nehme ich den Mond immer als weiße Scheibe vor einem schwarzen Himmel wahr, also eher zweidimensional. Heute Nacht war er dafür rot und dreidimensional. Vergleichbar mit den Modellen, die man aus dem Physikunterricht der Schule kennt – also die gab es damals, das waren so Kugeln unterschiedlichster Größe, die unsere neun Planeten darstellen (ja, damals war Pluto noch ein richtiger Planet) und an dünnen Metallstangen steckten.
Aber die Natur wäre nicht die Natur, wenn sie neben dieser Schönheit nicht auch noch versucht hätte Schrecken zu verbreiten. Sehr pünktlich zum roten Mond begann der Wald, der günstigerweise in meinem Rücken lag und etwa 60m entfernt war, zu leben. Rascheln im Unterholz? Kann ich ab. Tiere, die Geräusche machen? Ja, kein Thema. Tiere, die sich auf natürliche Art und Weise massakrieren? Finde ich in einem solchen Umfeld eher nicht so heimelig.
Das Geschrei war jedenfalls sehr grauslig und kaum ein Regisseur hätte sich eine bessere Kulisse für dieses Blutbad ausdenken können. Es dauerte auch entsprechend lange und die Überbleibsel des Steinzeitmenschen in mir waren beunruhigt – verständlich, wenn irgendwas hinter einem gerade auf bestialische Weise gefressen wird.
Ich habe gedanklich guten Appetit gewünscht und mir, dass es bald mit dem Geschrei vorbei ist. Scheinbar hatten die beiden Beteiligten auch ein Einsehen und ich konnte nach nur 10 Minuten wieder den Anblick des Mondes genießen. Wer von beiden gewonnen hat, liess sich allerdings nicht mehr in Erfahrung bringen.
Doch zurück zum Mond.
Wenn ich das heute richtig gelesen habe, dann ist die Kombination Blutmond, Supervollmond und Erntemond ziemlich selten und die nächste dieser Art findet in 595 Jahren statt. Ich werde mich natürlich bemühen auch dann wieder einen Blogeintrag zu schreiben und einen Vergleich zu dieser Nacht ziehen. Vermutlich auch vom gleichen Ort, wenn ich es zeitlich schaffe.

In diesem Sinne, eine gute Nacht.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Sprachen lernen mit netten Leuten

Ich versuche immer noch, aktuell weniger, aber prinzipiell schon, meine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Die optimale Möglichkeit wäre vermutlich ein Aufenthalt in einem Land, wo die entsprechende Sprache gesprochen wird. Das fällt allerdings für mich erst mal aus. Andere Möglichkeiten gibt es dank des Internets inzwischen auch. Bei vielen davon handelt es sich um Internetseiten, die Kurse anbieten, teilweise sogar kostenfrei und entsprechend habe ich diese zumindest ausprobiert, bin aber bei zwei Internetseiten hängengeblieben, die ich als sehr gut empfunden habe (1,2).
Dann gibt es natürlich noch Sprachschulen oder Software wie Rosetta Stone, die entsprechend Geld kosten und wo bei ersteren die Flexibilität nicht gegeben ist.
Auch interessant sind Seiten, die einen an andere Muttersprachler vermitteln. Man erstellt sich also ein Konto auf der Seite, sucht beispielsweise Muttersprachler für japanisch, die eine Sprache lernen wollen, die man selbst beherrscht und redet dann je nach Absprache über Skype, Teamspeak oder ähnliches miteinander. Dieses System habe ich leider noch nicht ausprobiert, aber habe ich noch auf meiner Liste.
Zur Zeit arbeite ich wieder etwas an meinen Französischkenntnissen und suche mir als zusätzliche Hilfe meistens französischsprachige Internetstreams. Das können Nachrichtensendungen sein, Radioprogramme oder eben auch Gamingstreams.
Letztere sind, für mich sehr unerwartet, unglaublich schwer zu finden. Andere Sprachen wie Englisch, Russisch, Spanisch oder Koreanisch (oder eben Deutsch) sind dafür sehr stark vertreten. Sollte ich also eine dieser Sprachen mal angehen, weiß ich schon wo ich suchen muss.

Jedenfalls steht ab sofort wieder eine tägliche Lektion französisch auf dem Stundenplan. Ich freu mich!

1)Babbel
2)Duolingo

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Wenn Hermes dreimal klingelt

Ich kriege normalerweise meine Pakete über DHL. Die Gründe dafür sind recht simpel. DHL liefert schnell und vor allem sicher. Bei Hermes hat man, trotz des Namens, immer das Gefühl, die Pakete werden erst mal durch eine Halle geworfen, dann vom LKW überfahren und dann mit einem Katapult in den Lieferwagen befördert.
Heute war wieder eines dieser “Hermes-Erlebnisse” angesagt. Ich habe ein Paket für die Nachbarn angenommen. Aber ich sollte vorne beginnen, denn es klingelte drei Mal an der Tür. Entsprechend eilig eilte ich raus und drückte den Buzzer. Es muss ja offenbar sehr dringend sein, denn selbst die Handwerker, die hier immer noch rund um die Uhr hämmern, bohren, Sachen zur Explosion bringen oder im Flur stehen und über Fußball reden, klingeln selten mehr als einmal, wenn sie rein wollen. Die Zeugen Jehovas haben auch immer nur einmal geklingelt, aber die kommen auch nicht mehr. Vermutlich haben sie eingesehen, dass ihr Weltbild bei uns nicht geteilt wird.
Aber zurück zur Geschichte und zur Tür. Die Haustür hier öffnet sich nur schwer, man hört nur ein sehr leises Klack und muss dann schon ziemlich kräftig drücken ehe sie aufgeht. Für einen dürren Briefträger, der ein Paket in der Größe einer Originalverpackung einer 747 auf den Armen trägt, muss das ein unüberwindbares Hindernis dargestellt haben. Also musste ich die Treppe runter und ihm reinhelfen.
Auf meine Frage für wen die Pakete denn seien, sagte er einen nur mit Mühe und Not zu verstehenden deutschen Vornamen und damit war mir klar, dass er die Nachbarin meinte. Viel schlimmer war, dass ihm Lesen und Schreiben in der Fremdsprache Deutsch offenbar nicht leicht fiel. Genau genommen, konnte er sich nur mit Händen und Füssen verständlich machen; hatte einem deutschen Postangestellten dafür aber etwas anderes voraus – er lächelte.
Ich habe dann mit dem Fingernagel auf seinem elektronischen Scanner unterschrieben, weil er keinen Stift dabei hatte und bei Hermes offenbar nicht so wichtig ist wer ein Paket annimmt und ob derjenige überhaupt berechtigt ist. Hauptsache, das Zeug ist weg.
Zum Abschluss habe ich ihn noch gefragt, ob er eventuell, wie bei Hermes hier üblich, ein Paket mitnehmen könnte. Das hat ihn vollständig verwirrt und er konnte es offenbar nicht verstehen, noch einordnen oder etwas damit anfangen.
Weil ich aber nun mal ich bin, habe ich es ihm trotzdem in die Hand gedrückt. Eventuell dachte er ich würde ihm etwas schenken. Gut, wenn er es brauchen kann, meinetwegen. In spätestens 2 Wochen wird sich dann zeigen, ob das Paket ankam oder ob eine Mahnung ankommt.
Ich bin gespannt.

Was mich an der ganzen Sache aber tatsächlich entsetzt ist, ist die offenbare Verzweiflung bei Hermes. Ich kann verstehen, dass niemand einen dermaßenen Scheissjob für einen Hungerlohn machen will, außer frisch eingewanderte Afghanen, aber wohin soll das langfristig führen, wenn selbst die Post ihre, im Vergleich, höher qualifizierten Mitarbeiter mit Werksverträgen abspeist? Preiskampf auf dem Postmarkt? Keine Postzustellungen mehr? Ganz ehrlich, ich kann gut damit leben, wenn ich pro Paket 5€ mehr bezahlen muss, wenn dafür dann entsprechend mehr Zusteller eingestellt werden, die wenigstens den Mindestlohn und gesetzlich geregelte Arbeitszeiten bekommen.
Der junge Mann, der heute hier geklingelt hat, dürfte jedenfalls keine große Zukunft als Postzusteller haben – nicht mal bei Hermes.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Lecker, Chips!

Man kennt dieses Gefühl ja. Immer wenn man etwas Blödes tut, fragt man sich einige Momente später, manchmal dauert es länger, warum man eigentlich so dämlich war. Ich habe das oft beim Essen oder Onlinekäufen. War das jetzt nötig?

Eine dieser Situationen hatte ich heute wieder, natürlich beim Essen. Wie muss man sich das vorstellen. Am besten wie bei einem Autounfall. Man fährt jemandem hinten auf, weil man nicht schnell genug bremsen kann und dann scheppert es gewaltig. Normalerweise steigt man dann aus, realisiert langsam was passiert ist und schaut nach Schäden an Personen und Fahrzeugen. In meinem Falle bin ich im Auto sitzengeblieben, Rückwärtsgang rein, 30m Anlauf und nochmal drauf da. Reicht noch nicht? Nagut, noch einmal von vorne.

Bei einem Autounfall würde man so ein Verhalten nie an den Tag legen, beim Essen passiert mir das hin und wieder. Zuletzt heute.

Ich hatte ausreichend und gut gegessen, aber irgendwann kam der Appetit und dieser Appetit waren in Schokolade eingelegte Erdbeeren und eine Schokobanane. Nachdem ich beides erfolgreich verdrückt hatte, gab mein Körper eine Weile Ruhe – jedenfalls bis zum zweiten Appetit. Eine Schüssel Chips, geschätzte 80g, danach ein großes Brötchen mit Honig. Warum? Weil mein Hirn sagte, dass ich genau das jetzt will und es mir ebenso mitteilte, dass ich ja sowieso schon mit den Schokoerdbeeren übertrieben hatte, da kommt es doch auf diese Mahlzeit auch nicht mehr an.

Umso mehr ärgere ich mich jetzt darüber und denke zurück an ein Buch, wo es um diesen inneren Schweinehund geht, der einem Dinge einredet, die zwar totaler Unsinn sind, aber einem auf den ersten Blick logisch erscheinen. Dieses Phänomen kennt wohl jeder, denn der Schweinehund redet nicht nur beim Essen mit, sondern bei tatsächlich allem. Sei es ein Spaziergang, den man jetzt wegen des Regens unmöglich machen kann, den freien Abend, den man viel besser mit Lernen für die nächste Klausur verbringen könnte, das extra Stück Pizza, dass sicher noch in den Magen passt oder den Hausputz, für den ja morgen auch noch Zeit ist.

Hier hiesse es stark sein und seinen Willen durchsetzen. Also den richtigen, nicht den eingeflüsterten. Pressfield, einer der, meiner Meinung nach, besten Schriftsteller unserer Zeit, beschreibt diesen Schweinehund als Resistance, eine universelle Angst oder eben ganz banal einen Widerstand gegen das Richtige.

Dagegen sollte man ankämpfen, jeden Tag aufs Neue und vor allem lernen Niederlagen als solche zu erkennen und zu akzeptieren. Das Erkennen der Niederlage ist der erste Schritt zukünftige zu vermeiden.

Ich kenne meinen Feind, er begleitet mich seit ich denken kann und er wird mich auch bis ans Lebensende begleiten und ich werde ihn jeden Tag wieder bekämpfen müssen, wenn er versucht mich vom Sport, von der Arbeit oder vom Aufräumen abzuhalten – oder noch perfider, das Aufräumen als Mittel nutzt, um mich von der eigentlichen Aufgabe abzuhalten.

Doch heute… da siege ich!

What exactly is self-loathing? It appears almost always as that nasty, brutal voice in our heads. “You’re a loser, you’re a bum, a worthless waste of oxygen. Look at you. Do you imagine that someone like you could produce something original, something of quality, something that anyone else would care about? What ideas do you have that haven’t been done a thousand times before—and better than you could every dream of doing them?”

Does this sound familiar? It is, of course, the voice of Resistance. (copyright: Steven Pressfield)

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen